• Facebook hat gestern Abend seinen eigenen Location Based Service “Places” an den Start gebracht. Damit ist es – zumindest momentan in den USA & nur per iPhone – analog zu Diensten wie Gowalla, Foursquare oder Friendticker möglich, sich in offline besuchten Orten einzuchecken. Hier mal das (natürlich unfassbar glatt produzierte) Video von Facebook:

    (DirektIchhaltemeineTassefürAuthentizitätindieKamera)

    Es gibt (wie gehabt bei neuen Services) bereits eine Vielzahl an Analysen, How-Tos und Warnungen zum neuen Feature. Bedienen Sie sich ;)

    Für Early Adopter ist die Places-Funktionalität durch die oben genannten bereits existenten Dienste ein alter Hut. Doch bedingt durch Facebooks Reichweite prophezeit Martin Weigert (zu Recht!) den Durchbruch für Location Based Services:

    Facebook wird die Art der Interaktion zwischen Menschen verändern sowie die Zahl spontaner Treffen mit losen Kontakten, die zufällig gerade in der Nähe sind, erhöhen – etwas, das mit den existierenden mobilen Netzwerkdiensten aufgrund ihrer geringen Anwenderzahlen nur selten eintraf, sofern man sich nicht rund um die Uhr in Berlin-Mitte oder an anderen Geek-Hotspots aufhielt. Ich bleibe daher bei meiner früher gemachten Aussage: Facebook Places ist der Durchbruch für Location Based Services.

    Da die Privatsphäre-Einstellungen des Dienstes für Facebook-Verhältnisse recht zurückhaltend sind (Default: Nur Freunde sehen Check-Ins), genügt es, wenn Nutzer einige geringe, aber dringend zu empfehlende Anpassungen vornehmen. Hier hat Facebook offensichtlich aus vorangegangenen Aktionen gelernt.

    Mir gefällt am Service – ebenso wie bei Google Streetview übrigens – vor allem eines: Die “Rückführung” der im Web abstrakt und digital gehaltenen Daten (Freundschaften, Bekanntschaften, Umgebung, Lieblingskneipe,…) in die Offline-Welt. Places bildet nicht Offline-Verhalten ab – wie etwa Twitter mit kleinen Gesprächen – , sondern verbindet On- und Offline-Welt auf sehr konkrete, greifbare Weise.

    Wolfgang hat neulich über die logische Fortschreibung ins mobile Internet geschrieben und eher kleine Apps als Beispiele genutzt. Exakt diesen Schritt (inklusive Interaktionen über Fanpages etc.) geht Facebook mit Places in *leicht* größerer Skalierung. Dort sehe ich einen Vergleich zu einer schönen iPad-Metapher. Irgendwo habe ich aufgeschnappt, dass das iPad dafür sorge, die Technik verschwinden zu lassen & stattdessen den Inhalt in den Vordergrund zu rücken. Ähnliches sehe ich bei Places: Das abstrakte Online-Netzwerk rückt in den Hintergrund, stattdessen ermöglicht der Service ganz real die Beziehungspflege mit Bekannten. Das wird gut :)

    Bin ich da zu optimistisch? Habe ich wichtige Punkte ausgeblendet? Kritik, Ideen für MashUps, weitere Beispiele für die Verknüpfung von On- und Offlinewelt sind wie immer gerne in den Kommentaren gesehen!

    scissors
  • Da habe ich gestern doch glatt noch am späten Abend über einen Hinweis der Band Thrice die Band “We Barbarians” entdeckt. Nachdem ich den MySpace-Player gefühlte 37 mal durchgespielt hatte, habe ich mir auch das neueste Album “There’s This There’s That” zugelegt. Irgendwie hat die Band was – findet auch Joshua Budinger:

    Some of the songs remind me a tiny bit of their Long Beach neighbors Cold War Kids while other songs portray elements of War-era U2, with anthemic drum beats and precise, cutting distortion. Other songs make me think echoey, orchestral pop, which can be found on “Trickle Down”. “War Clouds” is a pertinent song asking poignant questions about war and the state of the turbulent world around us… but I’m not going to tell you all of that because I mostly just want to say that it is a really great album and that you should listen to it, and re-listen to it again and again.

    Also: Bitte anhören & toll finden :)

    We Barbarians – In the Doldrums


    (DirektYoutube)

    We Barbarians – White


    (DirektYoutube)

    We Barbarians – There’s This There’s That


    (DirektYoutube)

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  • Eigentlich stünde hier ein langer Text über die seltsamen Anwandlungen deutscher Politiker & vereinzelter Medien zum Thema Google Streetview – hätten nicht schlaue Menschen schon anderswo Texte geschrieben, die zum Thema so ziemlich alles sagen:

    • Thomas Darnstädt bei Spiegel Online: “Von Street View erfährt kein Gangster etwas, was er nicht vor Ort mit eigenen Augen zu sehen bekäme – und dann sogar live. Warum verbieten wir nicht dann auch den Verkauf von Kraftfahrzeugen, weil auch diese Einbrecherbanden den unauffälligen Abtransport der Beute vereinfachen?”
    • Julia Seeliger bei der taz: “Allen voran Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner von der gar nicht so datenschutzfreundlichen CSU. Aigner muss sich fragen lassen, warum sie Vorratsdatenspeicherung, BKA-Gesetz und Netzsperren, allesamt harte Maßnahmen staatlicher Überwachung, unterstützt und gleichzeitig so laut gegen Google Stimmung machte. Um Datenschutz konnte es Aigner nicht wirklich gehen.”
    • Sascha Lobo bei… sich: “Eine Fassade soll Privatsphäre sein? Darf jedes Dorf entscheiden, ob es im Atlas veröffentlicht wird?”
    • Jens Best im Interview mit der Zeit: “Wir alle wollen im Digitalen eine Privatsphäre haben – also müssen wir im Digitalen auch eine Öffentlichkeit haben. Das eine geht nicht ohne das andere. Diskutiert werden sollte der Punkt, an dem die Grenze verläuft zwischen beiden. Diese Grenze aber sollte ohne Vorurteile diskutiert werden.”
    • Dennis Krake bloggt eine beeindruckende Auflistung datenschutzfeindlicher Polotik-Projekte: “Wenn ich als Bürger schon nicht verhindern kann, dass in meinem neuen Reisepass Fingerabdrücke und per Funk lesbare RFID-Chips installiert werden, dass meine Kontobewegungen überwacht werden, dass mein Kommunikationsverhalten registriert werden soll, dass ich in vielen Städten auf Schritt und Tritt von unzähligen Überwachungskameras gefilmt werde, dass ich auf Flughäfen in Zukunft durch einen Nacktscanner spazieren muss, dass Mautbrücken automatisch alle Autokennzeichen erfassen – dann will ich wenigstens einen riesen Aufriss machen, wenn jemand es wagt, meine Hausfassade zu fotografieren.”

    Dann können wir uns jetzt ja wieder wichtigeren Dingen zuwenden, ok?

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  • Gestern Abend durch einen Hinweis von The Swell Season bei Twitter entdeckt: “Undercover” vom A.V. Club – ein schön umgesetztes Konzept:

    25 bands, 25 cover songs, 1 small round room

    Undercover – 25 bands, 25 songs, 1 small, round room

    Undercover – 25 bands, 25 songs, 1 small, round room

    Das Maritime-Cover von “Enjoy the Silence” hat mir bei einer schnellen Durchsicht am besten gefallen:

    DirektAllIeverwanted

    Allerdings wird man auch anderweitig fündig:

    Und natürlich dürfen auch die Hinweisgeber selbst nicht fehlen – The Swell Season covern “Two headed boy” von Neutral Milk Hotel:

    The Swell Season covern Neutral Milk Hotel

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  • Pulp Disney

    2
    Mag ich! Mag ich! (1)
    07.08.10 Markus gnihihi

    Zu gut:

    Donald Duck (Jules Winnfield) confronts Mickey Mouse (Brett)


    (via, DirektIdoubledareyou)

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  • Leute, ich habe eine unglaubliche Entdeckung gemacht. Mir ist ein Verzeichnis in die Hände gelangt, in dem massenhaft die Daten von Telefonnutzern aggregiert und in alphabetisch aufgeführter Reihenfolge hinterlegt sind. Noch krasser: Die Daten sind sogar quasi Location Based in diverse Einzelverzeichnisse unterteilt – man kann also Namen & Nummern auch noch geografisch recht genau zuordnen, da zumeist auch die Adressen der einzelnen Personen angegeben werden.

    Weitere Recherchen haben darüber hinaus ergeben, dass die Daten für jeden öffentlich zugänglich gemacht wurden und bei Bedarf leicht über lokale Hubs (sogenannte “Rathäuser” oder “Postfilialen”) an die breite Öffentlichkeit geleakt wurden. Das soll angeblich sogar in jährlich aktualisierter Form passieren. Unfassbar.

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  • Your secret.

    1
    Mag ich! Mag ich! (3)
    24.07.10 Markus hach

    Your secret from Jean-Sebastien Monzani on Vimeo.

    Hach. (via).

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  • Öh – wow! Gerade über rivva entdeckt: Metallica, Slayer, Megadeth und Anthrax covern gemeinsam “Am I Evil” beim Sonisphere Festival in Sofia.

    Am schönsten: Der Stolz in David Mustaines Gesicht, als der neben James Hetfield auf der Bühne steht :)

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  • Christian Bölling wundert sich (zu Recht!) über einige Fragen aus dem aktuellen PR-Barometer des PR-Journals. Seine Gedanken haben mich darüber ins Grübeln gebracht, wie ich mit langfristig zu anderen Bloggern aufgebauten Beziehungen umgehen soll…

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  • Ich war am frühen Abend beim Vortrag “The Fukuoka Project – The Rise of Digital Thinking“, den Amir Kassaei und Björn Eichstädt im Rahmen ihres gemeinsamem Fukuoka Projects bei der Texterschmiede Hamburg gehalten haben. Bei der Reflexion der Diskussion macht sich Enttäuschung breit – nicht über die beiden, sondern generell über Vorträge zum Thema.

    Das hat mich dazu geführt, einige Gedanken mal auszuführen. Ich bin mit dem Fragment nicht ganz zufrieden, zu viele Dinge schwirren im Kopf herum. Nach dem Klick gibt es daher keinen Beitrag, sondern eine öffentliche Google Wave, in die ich den eigentlichen Beitrag kopiere. Viel Spaß beim Lesen – und bei der Mitarbeit an der Weiterführung der Gedanken.

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