• SneakReview: Invictus

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    Ges­tern lief in der Sneak Pre­view hier in Müns­ter der Film „Invic­tus” mit Mor­gan Free­man und Matt Damon. Pas­sen­der­weise wur­den beide Schau­spie­ler am glei­chen Tag auch für den Oscar nomi­niert – Free­man für die Haupt-, Damon für die Nebenrolle.

    Die größte Popcorntüte der Welt. Oder so.

    Die größte Pop­corn­tüte der Welt. Oder so.

    Nach anfäng­li­chen Schwie­rig­kei­ten (zunächst lief ein ande­rer Film an, der wohl nächste Woche in der Sneak läuft, wenn ich alles rich­tig ver­stan­den habe. Streng geheim!) ging es ves­pä­tet mit dem Film los. Wäh­rend der Umbau­pause wurde flei­ßig Pop­corn aus der größ­ten Popcorn-Packung ever ver­teilt, um die war­tende Meute ruhig zu stellen.

    Der Film han­delt vom Ver­hält­nis zwi­schen Nel­son Man­dela und dem Kapi­tän der süd­afri­ka­ni­schen Rugby-Nationalmannschaft, Fran­cois Pienaar. In vie­len klei­nen Details zeigt der Film, wie sehr der Umbruch durch das Ende der Apart­heid den All­tag der Süd­afri­ka­ner beein­flusst. Die Schwie­rig­kei­ten, die das Land in die­sem Umbruch erfährt, wer­den somit auch ohne gro­ßes Vor­wis­sen sub­til ver­mit­telt. Dabei wird Man­de­las vor­sich­ti­ges, weit­bli­cken­des Han­deln sehr gut nach­voll­zo­gen – etwa wenn er die bereits ver­ab­schie­dete Abkehr der unter Schwar­zen ver­hass­ten Erken­nungs­merk­male des Rugby-Nationalteams durch per­sön­li­ches Ein­schrei­ten rück­gän­gig macht.

    Zwar denkt man durch die vie­len Spiel­sze­nen ins­be­son­dere zum Schluss teil­weise eher an „Süd­afrika, ein Sommer-Märchen” als an einen Poli­tik­film – ande­rer­seits wird die Geschichte durch inten­sive Bil­der, einen gelun­ge­nen Sound­track und die schau­spie­le­ri­sche Leis­tung Mor­gan Free­mans & Matt Damons wahn­sin­nig gut erzählt. Der Plot läuft recht ziel­stre­big auf das Finale (haha, blö­des Wort­spiel) zu, über­ra­schend ist da nichts. Ich wusste zwar vor Film­be­ginn nicht, ob die Süd­afri­ka­ner das Tur­nier gewin­nen wür­den – aber irgend­wie war das glasklar.

    Der Name des Films stammt vom gleich­na­mi­gen Gedicht ab, das mei­ner Mei­nung nach gerne eine zen­tra­lere Rolle hätte spie­len können:

    Invic­tus

    Out of the night that covers me,
    Black as the Pit from pole to pole,
    I thank wha­te­ver gods may be
    For my uncon­quer­a­ble soul.

    In the fell clutch of cir­cum­stance
    I have not win­ced nor cried aloud.
    Under the blud­geo­n­ings of chance
    My head is bloody, but unbowed.

    Beyond this place of wrath and tears
    Looms but the Hor­ror of the shade,
    And yet the menace of the years
    Finds, and shall find, me unafraid.

    It mat­ters not how strait the gate,
    How char­ged with punish­ments the scroll.
    I am the mas­ter of my fate:
    I am the cap­tain of my soul.

    Die deut­sche Über­set­zung kann ich nicht beur­tei­len, da der Film als OmU lief. Aller­dings fehlt schon im Trai­ler der cha­rak­te­ris­ti­sche Akzent Man­de­las. In der gezeig­ten Ver­sion ist er aber auf jeden Fall ein sehens­wer­ter Kom­pro­miss zwi­schen Bio­pic, Sport­film, Poli­tik­drama und gro­ßer Unter­hal­tung. Das muss man auch erst­mal schaf­fen. Also: Anschauen!


    (Direkt­Trai­ler)

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