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Leute, ich habe eine unglaubliche Entdeckung gemacht. Mir ist ein Verzeichnis in die Hände gelangt, in dem massenhaft die Daten von Telefonnutzern aggregiert und in alphabetisch aufgeführter Reihenfolge hinterlegt sind. Noch krasser: Die Daten sind sogar quasi Location Based in diverse Einzelverzeichnisse unterteilt – man kann also Namen & Nummern auch noch geografisch recht genau zuordnen, da zumeist auch die Adressen der einzelnen Personen angegeben werden.
Weitere Recherchen haben darüber hinaus ergeben, dass die Daten für jeden öffentlich zugänglich gemacht wurden und bei Bedarf leicht über lokale Hubs (sogenannte “Rathäuser” oder “Postfilialen”) an die breite Öffentlichkeit geleakt wurden. Das soll angeblich sogar in jährlich aktualisierter Form passieren. Unfassbar.

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In diesem Jahr bin ich zum ersten Mal (endlich) auf der re:publica – der mittlerweile vierten mit einer Rekordteilnehmerzahl von 2.500 (Web-)Menschen. Ich fasse mal in drei Posts die einzelnen Konferenztage zusammen. Tag 1.

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Eine frühosterliche Eiersuche veranstaltet gerade doyouflip.de. In diversen Blogs – darunter der geschätzte Parkrocker, das über die Aktion gefundene, recht vielversprechende Stylemag sowie Jens im Pottblog – sind in verschiedenen Posts Ostereier versteckt.
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Großartig.EU-Innenministerin Cecilia Malmström (“Censilia“) will auf EU-Ebene durchsetzen, was unser aller Zensursula bereits im letzten Jahr trotz aller Beharrlichkeit nicht mit sinnfreien Argumenten, haltlosen Behauptungen & grenzenloser Ignoranz geschafft hat: Netzsperren. Das hatten wir doch alles schon.
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Bei der FAZ beschreibt Constanze Kurz prägnant, welche Probleme sich aus der Übertragung einer Röhrenradio-Weltsicht auf das Internet ergeben. Sie greift dabei auch einen mir wichtigen Punkt auf, den ich als zentral für die Debatte erachte:
Wir müssen uns angesichts des kontrollwütigen Grundtenors des Vertragswerks aber auch als Gesellschaft Fragen stellen: Können und sollen Anbieter von Internet-Dienstleistungen elterliche Pflichten übernehmen? Ist es nicht ein Armutszeugnis, Aufsichts- und Erziehungspflichten im digitalen Raum an den Staat delegieren zu wollen? Früher gab es einen Schlüssel für den Fernseherschrank und mit dem Sandmännchen einen definierten Zeitpunkt zum Ausschalten des Gerätes. Heute erledigen die Erziehung nur noch die Schule und der Staat? Das Netz ist eben kein Babysitter.
Wie ich neulich schon geschrieben habe:
Eltern müssen stärker in die Verantwortung genommen werden – letztendlich tragen sie die Verantwortung für den Medienkonsum ihrer Kinder.
Mal schauen, wie lange die Politik benötigt, um zu dieser Einsicht zu gelangen. Denn eines sollte mittlerweile klar sein: Wenn man die mannigfaltigen Probleme, die das Internet für Staat, Gesellschaft und Politik mitbringt, lösen möchte, sollte man nicht auf der technischen Ebene, sondern vielmehr auf sozialer Ebene ansetzen. Da verhält es sich ähnlich wie bei den berüchtigten DAUs: Meistens sitzt das Problem 60 cm vor dem Bildschirm…

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Jens hat nochmals per Blogeintrag darauf aufmerksam gemacht: Rivva hat mit den Sponsor Posts ein Angebot geschaffen, um den Unterhalt weiterer Server bezahlen zu können. Hier sein Text dazu:
Gestern sind die Sponsor Posts auf Rivva gestartet. Die Plattform ist mit der Indexierung von 130.000 Artikeln und Tweets zur Zeit chronisch überlastet und kann so neben anderen interessanten Ideen z.B. auch das Content License Agreement mit Twitter nicht voll ausschöpfen.
Um die Entwicklung voranzutreiben und weitere Server / Compute Capacity anschaffen zu können, braucht Frank deshalb Unterstützung.
Sponsoren-Artikel werden reihum auf der Startseite gefeatured und unterstützen Rivva mit 250€ / Monat zzgl. 19% USt. Erste Sponsoren sind t3n magazin, AKRA Future Technologies und Future of Web Strategy.
Falls ihr dieses Projekt auch mittragen möchtet, könnt ihr den Kontakt unter business / ät / frankwestphal.de herstellen.Weitere Infos:
http://rivva.de/sponsor
http://blog.rivva.de/archives/2010/3/3/happy_birthday/Sehe ich genau so, also bitte: Ran an den Speck

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