Es sieht so aus, als hätten sich die deutschen Wahlkämpfer verschworen, die Beteiligung an der nächsten Bundestagswahl auf weniger als fünfzig Prozent zu senken. Es ist, als wäre Horst Schlämmer, der fiktionale Kanzlerkandidat, genau im richtigen Moment zu uns gekommen: um uns darauf hinzuweisen, dass jene öffentlichen Personen, die zur Wahl tatsächlich zugelassen worden sind, auch mehr die Fiktionen ihrer Spin-Doktoren sind und weniger die ernstzunehmenden, zweifelnden und denkenden Menschen, als welche wir uns diese Kandidaten auch weiterhin vorstellen wollen.
Was wohl passieren würde, wenn ein Kandidat für’s Kanzleramt tatsächlich Schwäche eingestehen würde? Ich denke: Er / Sie würde in der Presse gnadenlos zerrissen werden. Schwäche ist glaube ich ein Konzept, mit dem „die Deutschen” nicht umgehen können. Jedenfalls nicht in diesem Maßstab.
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